Projekte 2020

Das Jahr 2020 hat uns alle vor besondere Herausforderungen gestellt. Unser Projekt lebt von nachbarschaftlichen Begegnungen und gemeinsamen Aktivitäten. Die Pandemie hat, wie in allen gesellschaftlichen Bereichen, auch bei uns dazu geführt, dass wir feste, alljährliche Veranstaltungen, wie den Kiezputz, das Kiezfest und den Laterenenumzug nicht ausrichten konnten. Auch für unsere Anwohnendenprojekte bedeutete die Situation ein Umdenken. Während wir in den Jahren zuvor auf Kieztreffen über die Projektvorschläge abgestimmt haben und den Stand der Projekte auf weiteren Treffen besprochen haben, mussten wir dieses Jahr auf eine Online-Abstimmung zurückgreifen. Über 200 Anwohnende sind in unserem E-Mailverteiler und ein Großteil hat mitabgestimmt. Dabei waren die Projektvorschläge auf die Situation abgestimmt. Bei fast allen Projekte, die letztlich gefördert wurden, handelt es sich um Maßnahmen, die die Nachbarschaft kontaktlos und Pandemie-angepasst aufwerten sollen.

Folgend stellen wir Ihnen die Projekte vor, die 2020 von uns gefördert wurden. Einige Projekte sind noch in der Umsetzung, andere schon vollendet. Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen Projektinitiator*Innen bedanken, die sich ehrenamtlich für ein Miteinander im Kiez einsetzen.

Culturama:

Hierbei handelt es sich um selbstgebaute Sitzgelegenheiten aus Holz die vor dem nahkauf am Kiehlufer positioniert werden sollen. Blumenkästen sollen zwischen den Menschen auf dem Tisch stehen und für Abstandsorgen. Außerdem wollen die Projektintiatoren einen fahrbaren Londoner Bus, der zu Aktionen im Kiez genutzt werden kann, ausbauen. Das Projekt ist aus Mitteln für FEIN-Einzelmaßnahmen des Bezirksamts finanziert. Wir haben uns um die Vermittlung gekümmert.

Baumscheibenaktion in der Weserstraße:

Drei Baumscheiben wurden von Anwohneden umgestaltet, die Kiezhausmeister von Schön Wie Wir waren auch dabei.

Rettet das Ufer!:

Die Informationskampagne zielt darauf ab, das Ufer des Neuköllner Schifffahrtskanal vor Erosion zuschützen. Es wurden Plakate aufgehängt, und eine Pflanzaktion soll folgen, um das Ufer zu begrünen.

Flohmärkte:

Ursprünglich waren drei Flohmärkte geplant, die wir aus den Mitteln der FEIN-Einzelmaßnahmen des Bezirksamts finanzieren hätten können. Es gab auch schon Anwohnende, die ehrenamtlich in der Umsetzung unterstützt hätten. Pandemiebedingt konnten wir nur einen Flohmarkt umsetzen und bedanken uns an dieser Stelle bei der Stabsstelle für Dialog und Zukunft für die Finanzierung und bei unseren Anwohnerinnen Sabine und Lissa für die Umsetzung. Unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen war der Flohmarkt ein voller Erfolg. Alle Verkaufenden konnten umsonst einen Stand reservieren und es gab viele Besuchende.

Gemeinschaftsgarten Kleingartenkolonie Harztal Wilde Rose:

Ursprünglich war geplant, einen Garten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In Kooperation mit der Hans-Fallada-Schule soll eine Hälfte des Gartens begärtnert werden- wegen Corona war dies nur eingeschränkt möglich. Die andere Hälfte soll mit Erwachsenen aus dem Kiez bespielt werden.

Hochbeete:

Anwohnende in der Wildenbruchstr. möchten in Kooperation mit der Wilden Rübe Hochbeetebauen und haben hierfür Geld aus unserem Fond bekommen.

Harzer Kiezeck:

Zusammen mit LIFE e.V. haben wir ein Projekt geschaffen, was dafür sorgen soll, dass sich Menschen im Kiez weiterhin austauschen können und das kontaktlos und offline.
Das Harzer Kiezeck ist eine Kommunikationsäule, die vor dem nahkauf am Kiehlufer aufgestellt ist.
An drei Seiten kann man allgemeine Informationen zu Unterstützung im Harzer Kiez / Neukölln erhalten, selbst Flyer ankleben, sich an einer Kreidetafel austauschen und Kleidung spenden und tauschen. Wir freuen uns über eine rege und pflegliche Nutzung!

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Wir haben es trotz Corona geschafft, dass unser Fond von Anwohnenden voll ausgeschöpft wurde und tolle Projekte für den Kiez umgesetzt werden konnten. Wie einige schon wissen, läuft unser Projekt Ende des Jahres nach fünf Jahren aus. In diesen fünf Jahren haben wir die Grundlage für ein Quartiersmanagement im Harzer Kiez geschaffen, das ab Januar 2021 eingerichtet wird und im Zuge dessen dem Kiez mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Yara Pascale Füssel bleibt dem Kiez erhalten, da sie als Teamleitung mit der Trägerin Stadtkümmerei GmbH von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ausgewählt worden ist, das QM Harzer Straße auszuführen. Yeliz Erdogan verlässt den Harzer Kiez, um in einem anderen Bezirk zu arbeiten.

Es war uns ein Vergnügen mit und für Sie Kiezarbeit zu leisten und freuen uns über alle Menschen, die auch in 2021 im Rahmen des Quartiesmanagement Ideen für den Kiez umsetzen möchten.

Bis dahin und bleiben Sie gesund.

Ihre Bildungskoordination